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Landarbeitsgesetz


Gespräch mit
Generalsekretär Mag. Johannes Rauch

ÖVP-Generalsekretär Mag. Johannes Rauch lud das Präsidium des Österreichischen Landarbeiterkammertages in die ÖVP-Zentrale ein, um sich ein genaues Bild über die Anliegen der Arbeitnehmer im ländlichen Raum machen zu können.

Eingangs brachte Vorsitzender Präsident Ing. Christian Mandl die dringende Notwendigkeit einer modernen Neudefinition des land- und forstwirtschaftlichen Gebietes vor. Miteingebunden werden sollen dabei auch Betriebe, wie Schlägerungsunternehmen, Reitställe sowie Natur- und Nationalparks. Mandl wies in diesem Zusammenhang auch daraufhin, dass für einen Großteil der beschäftigten Arbeitnehmer in diesen Betrieben derzeit keine kollektivvertraglichen Rahmenbedingungen gelten.

Ein weiteres Anliegen war die Einbindung des ÖLAKT als Sozialpartner auf Bundesebene. „Es wäre wünschenswert, wenn die gesetzliche Interessensvertretung der in der Land- und Forstwirtschaft Beschäftigten als gleichwertiger Partner angesehen wird“, unterstrich Mandl.

Vorsitzender-Stellvertreter Präsident Ing. Andreas Freistetter erläuterte, dass gerade die aktuell veröffentlichten Pensionsreformvorschläge der Sozialpartner die Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft treffen werden. „Es muss in Zukunft weiter eine Möglichkeit geben, krankheitsbedingt ohne Abschläge in Pension zu gehen“, so die Forderung von Freistetter. Mit großer Skepsis wurde auch die von der Arbeiterkammer verlangte Anhebung des landwirtschaftlichen Einheitswertes betrachtet. Gerade im ländlichen Raum, wo die Arbeitsplätze schon jetzt rar sind, bestehe im Falle einer höheren Steuerbelastung das Risiko, dass dies zum Abbau von Arbeitskräften führen könnte.

Gen.Sekr. Rauch sagte zu, die Anliegen des Österreichischen Landarbeiterkammertages bei zukünftigen Verhandlungen im Auge zu haben. Er bot an, sich mehrmals im Jahr zu einem Gedankenaustausch zu treffen. Abschließend versicherte er, sehr an einer engen Zusammenarbeit interessiert zu sein und auch für Anregungen aus den Reihen der Landarbeiterkammern ein offenes Ohr zu haben. „Nur so kann Politik für die Bürger gemacht werden“, erklärte Rauch abschließend.
 


(v.l.n.r.: Vors.Stv. Freistetter, GS Rauch, Vors. Mandl, GS Medosch)

 

 

 

Studienreise des Vorstandes des ÖLAKT
nach Straßburg

Um die Anliegen der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft auch in der Europäischen Union (EU) gut und effizient vertreten zu wissen, unternahm der Vorstand des Österreichischen Landarbeiterkammertages (ÖLAKT) - nachdem vor zwei Jahren bereits Brüssel besucht wurde – diesmal eine Studienreise nach Straßburg.

Besichtigt wurde dabei das Europäische Parlament, wo der ÖLAKT-Vorstand vom Abgeordneten Mag. Othmar Karas, Vizepräsident der EVP-ED-Fraktion und Obmann des ÖVP-Europaklubs im Europäischen Parlament sowie der Abgeordneten Elisabeth Köstinger durch das Haus geführt wurde.
 


 

In den Gesprächen wurde vor allem über die Wichtigkeit einer guten Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft diskutiert und darauf hingewiesen, dass gerade diese Dienstnehmer einen wesentlichen Beitrag zum gesunden Lebensraum leisten. Thema waren auch die finanziellen Entwicklungen in der EU.

Mit der Abgeordneten Köstinger wurde außerdem eingehend über die Rahmenbedingungen der Beschäftigung im ländlichen Raum diskutiert, da sie federführend bei den Verhandlungen über die Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik nach 2013 tätig ist.
 


 
In der Folge wurden eine Käserei und ein Weingut besichtigt, wo der Vorstand über die Strukturen der Betriebe und über die Beschäftigten in der Landwirtschaft im Elsass informiert wurde. Abschließend wurde der Bauernhof einer landwirtschaftlichen Fachschule besichtigt, um sich über die Ausbildungssituation vor Ort zu informieren.

Als Resümee kann festgehalten werden, dass sehr viele arbeitsrechtliche Neuerungen in der EU ausverhandelt werden, weshalb der direkte Kontakt und der damit ableitbare Informationsvorsprung für eine wirkungsvolle Interessenspolitik unabdingbar sind. Der Österreichische Landarbeiterkammertag hat mit dem Besuch in einer der politischen Zentren Europas zum richtigen Zeitpunkt die notwendigen Weichen gestellt.

 

 

Gedankenaustausch
zwischen
Bundesforste und ÖLAKT

Der traditionelle Gedankenaustausch zwischen dem Vorstand der Österreichischen Bundesforste-AG (ÖBf-AG) und dem Österreichischen Landarbeiterkammertag (ÖLAKT) fand heuer in Mannswörth im Hotel „Das Reinisch“ statt.

Eingangs informierte Vorstand Mag. Georg Schöppl die Vorstandsmitglieder des ÖLAKT in einem kurzen Bericht über die derzeitigen Aktivitäten der Österreichischen Bundesforste. Im heurigen Jahr fand nach den Windwurfaufarbeitungen der letzten Jahre erstmalig wieder eine „normale“ Holzernte statt. Durch die Umstrukturierung im Bereich der Forsttechnik gibt es aber noch Schwierigkeiten bei der Koordinierung der Abläufe. An Lösungen wird derzeit intensiv gearbeitet. In der folgenden Diskussionsrunde wurde festgelegt, in Zukunft intensiv im Bereich der Ausbildung zusammenzuarbeiten. Durch sozialpartnerschaftliche Anstrengungen soll die Berufsausbildung erleichtert und qualitativ deutlich angehoben werden. Versichert wurde seitens des ÖBf-Vorstandes außerdem, dass Personaleinsparungen im Arbeiterbereich derzeit nicht vorgesehen sind.
 


(v.l.n.r. Vors.-Stv. Ing. Freistetter, Vors.-Stv.Preg,
Vorstand Mag. Schöppl, Personalleiter DI Sauprigl)
 

Angesprochen wurde auch das Thema Forstarbeiterwettbewerbe. Die Österreichischen Bundesforste bekundeten dabei ihre grundsätzliche Bereitschaft, im neu zu gründenden Verein, der die Betreuung der österreichischen Teilnehmer bei Wettkämpfen übernehmen soll, aktiv mitzuwirken. Außerdem soll interessierten ÖBf-Arbeitnehmern ermöglicht werden, Trainingsmöglichkeiten für eine Teilnahme an Landes- bzw. Bundesmeisterschaften vorzufinden. Als größter Forstbetrieb Österreichs ist es der ÖBF-AG in diesem Zusammenhang natürlich auch wichtig zu zeigen, dass er über gut ausgebildete Dienstnehmer verfügt.

ÖLAKT-Vorsitzender-Stellvertreter Präsident Eugen Preg bedankte sich abschließend für das offene Gespräch und versicherte, dass die Landarbeiterkammern auch in Zukunft den Dialog mit der Unternehmensleitung pflegen werden.

 

 

Ausbildungsprogramme dank
BM Berlakovich gesichert

In Ligist in der Steiermark fand am 22./23. September 2011 die Vollversammlung des Österreichischen Landarbeiterkammertages (ÖLAKT) statt.

Als Ehrengast durfte der ÖLAKT in Vertretung von Bundesminister Nikolaus Berlakovich den Generalsekretär des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft DDr. Reinhard Mang begrüßen, der im Zuge seiner Rede den Delegierten eine wichtige, höchst erfreuliche Nachricht überbrachte: BM Berlakovich gewährt dem ÖLAKT trotz aktuellem Sparkurs auch für das Jahr 2011 finanzielle Unterstützung für Bildungsmittel in unveränderter Höhe. „Die Ausbildung unselbständiger Erwerbstätiger in der Land- und Forstwirtschaft ist gerade in Hinblick auf die Zukunft von besonderer Bedeutung“, erklärte Mang, der in seinem Referat auch über den aktuellen Stand der Verhandlungen des zukünftigen Agrarbudgets auf europäischer Ebene informierte.

Für den ÖLAKT ist die Unterstützung des Ministeriums ein wesentlicher Baustein, um die Bildungsprogramme der Landarbeiterkammern in den einzelnen Bundesländern weiter ausbauen und verbessern zu können. „Unsere Weiterbildungsangebote heben die Qualität der Dienstnehmer. Davon profitiert sowohl der Dienstnehmer als auch der Dienstgeber“, war ÖLAKT-Vorsitzender Präsident Ing. Christian Mandl hocherfreut über die Zusage aus dem Ministerium.

Forderung nach Neudefinition des land- und forstwirtschaftlichen Gebietes

Gleichzeitig brachte Mandl im Zuge der Gespräche erneut die dringende Notwendigkeit einer modernen Neudefinition des land- und forstwirtschaftlichen Gebietes zum Ausdruck. Miteingebunden werden sollen dabei in Zukunft auch Betriebe, wie Schlägerungsunternehmen, Reitställe sowie Natur- und Nationalparks. „Diese sogenannten green jobs müssen vereint werden“, forderte der ÖLAKT-Vorsitzende. Zu Gast im Rahmen der zweitägigen Vollversammlung war auch der steirische Agrarlandesrat Johann Seitinger, der speziell auf die Situation der Land- und Forstwirtschaft auf Landesebene einging und sich in diesem Zusammenhang für eine Ausbildungsoffensive aussprach.

 

 

 

Betriebsbesuch unseres Vertrauensabgeordneten August Wöginger

Auch in seinem Urlaub ist unser Vertrauensabgeordneter August Wöginger unterwegs um sich über die Sorgen und Nöte der Beschäftigten zu informieren.

In den vielen Gespräche kann er die Anregungen entgegennehmen, die er als Vorsitzender des Sozialausschusses benötigt, um eine ausgewogene politische Umsetzung der Anliegen zu ermöglichen.

Besonders freut es uns, dass er auch in landwirtschaftlichen Betrieben den Kontakt zu den Beschäftigten sucht. So war er im Lagerhaus in Schärding, gemeinsam Bauerbundpräsident Abg.z.NR Fritz Grillitsch und Gemeindebundpräsident LAbg. Hans Hingsamer zu Besuch. Empfangen wurden sie von Obmann Karl Mayböck, Geschäftsführer Dir. DI Alfred Hackl und  Betriebsrat Christoph Moser.

 


v.l.n.r.: GF Dir. DI Alfred Hackl, Bauerbundpräsident Abg.z.NR Fritz Grillitsch, Obmann Karl Mayböck, Betriebsrat Christoph Moser, Gemeindebundpräsident LAbg. Hans Hingsamer; Abg.z.NR Wöginger
 

 

Heulende Motorsägen
im Herzen von Innsbruck

Robert Leichtfried (NÖ)
wird Staatsmeister bei den Forstarbeitern

Koch Johannes (Ktn.) siegt in der Landjugendklasse

Heulende Motorsägen mitten im Herzen von Innsbruck sind etwas außergewöhnliches. Der Grund dafür waren die Landes- und Bundesmeisterschaften der Berufsforstarbeiter und der Landjugend.

Abseits der Wälder, ihren angestammten Arbeitsplätzen, ritterten die 90 österreichischen Wettkampfteilnehmer, darunter die Mitglieder des aktuellen Weltmeisterteams, mit ihren Motorsägen, Hacken und mit Köpfchen bzw. auch mit der puren Manneskraft um die besten Platzierungen in den acht Einzeldisziplinen bzw. in der Gesamt-, Einzel- und Mannschaftswertung.

Vor dem Tiroler Landestheater, eingebettet in das herrliche Ambiente von Hofgarten, Hofburg und Hofkirche gingen unter den scharfen Augen zahlreicher Wertungsrichter die Meisterschaften unfallfrei über die Bühne. Zahlreiche Zuschauer folgten den spannenden Wettkämpfen und konnten sich ein Bild über die hervorragenden Fertigkeiten der Forstarbeiter Österreichs machen.

 

 

Die Sicherheit war ein ganz starker Aspekt bei dieser Meisterschaft.

Landeshauptmann-Stellvertreter ÖR Toni Steixner, Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer und zahlreiche weitere ranghohe Persönlichkeiten würdigten bei den Siegerehrungen die hervorragenden Leistungen und die Bedeutung der Berufsforstarbeiter für die österreichische Waldwirtschaft bzw. für das Land.

Die Wertungen:

Berufsforstarbeiter:
Einzel-/Gesamtwertung aller acht Disziplinen:

1. Robert Leichtfried, NÖ (Staatsmeister)
2. Harald Umgeher, NÖ
3. Simon Mayr, Tirol

Mannschaft:

1. Niederösterreich
2. Tirol
3. Vorarlberg

 

 

 

Klausurtagung des Vorstandes in Bad Erlach

Der Vorstand des Österreichischen Landarbeiterkammertages traf sich am 22. und 23. März 2011 zu einer Klausurtagung in Bad Erlach.

Am ersten Tag wurden zuerst in den fraktionellen Beratungen aktuelle Probleme erörtert. Im Anschluss daran fand die Besprechung mit Vertrauensabgeordneten Nationalrat August Wöginger statt. Hier wurde eingehend die enorme Bedeutung des geplanten Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes hervorgehoben. Die Beschlussfassung dieses Gesetzes ist für den land- und forstwirtschaftlichen Bereich vor allem deshalb notwendig, um allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Österreich den gleichen sachlich notwendigen Schutz im Zuge der Öffnung des Arbeitsmarktes ab 1. Mai 2011 zu gewähren. Vorgesehen sind in diesem Gesetz auch wesentlich effizientere Kontrollmöglichkeiten durch die geplante Ausdehnung der Prüfungskompetenzen der Finanzpolizei (vormals KIAB – Kontrolle illegaler Arbeitnehmerbeschäftigung).

Zu den Schwerpunkten in den Gesprächen gehörte auch eine moderne Neudefinition des land und forstwirtschaftlichen Gebietes. Um auf die Probleme der Beschäftigen in der Land- und Forstwirtschaft aufmerksam zu machen, wurde NR Wöginger gebeten, sich dafür einzusetzen, dass der Österreichische Landarbeiterkammertag in Zukunft bereits zu den Sozialpartnerverhandlungen eingeladen wird, damit die Interessen land- und forstwirtschaftlicher Arbeitnehmer von Beginn an entsprechend vertreten werden. Eingehend diskutiert wurde auch über eventuelle Änderungen beim Pensionsrecht.

Beim abschließenden Abendessen war neben NR August Wöginger auch NR Bgm. Johann Rädler als Gast anwesend, wo nochmals intensiv über Anliegen der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft diskutiert wurde.
 


Abg.z.NR August Wöginger und Abg.z.NR Johann Rädler inmitten des Vorstandes des ÖLAKT
 

Am zweiten Tag informierte Vorsitzender Präsident Ing. Christian Mandl die Vorstandsmitglieder über den Stand der Verhandlungen im Bundes-LFA, der geplanten Neuregelung der Lehrbetriebsförderung sowie der Möglichkeit zur Förderung von Berufsjägerlehrlingen. Weiters berichtete Präsident Mandl über die Beratungen im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft zum Thema „Beschäftigung“, informierte den Vorstand aber auch über seine Mitarbeit in der Europäischen Gewerkschaft „EFFAT“ und die dort behandelten Projekte.

Anschließend berichtete Generalsekretär Mag. Walter Medosch über den Stand der Verhandlungen bezüglich einer Änderung des Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetzes sowie über die Verhandlungen im Zusammenhang einer Anhebung des faktischen Pensionsalters.

In den Beratungen befassten sich die Mitglieder des Vorstandes u.a. über eine eventuelle Kompetenzänderung im Landarbeitsgesetz (LAG). Angesprochen wurden dabei auch neue Möglichkeiten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit (Stichwort: „social networks“). Mit den Berichten aus den einzelnen Bundesländern endete die Sitzung.
 


Der Vorstand des ÖLAKT

 

 


27. September 2011              Vorstandssitzung in Wien

 

 

 

  Landarbeitsgesetz                                                   

Das Landarbeitsgesetz in der derzeit geltenden Fassung zum Herunterladen als pdf-file: 
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