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Die Landarbeiterkammern sind durch Landesgesetze errichtete Körperschaften öffentlichen Rechts. Mitglieder sind alle Arbeiter und Angestellten in der Land- und Forstwirtschaft. Mit Ausnahme von Burgenland und Wien gibt es in sämtlichen Bundesländern Landarbeiter-kammern.
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Aktuelles
Presseaussendung des ÖLAKT - 22.02.2012
„Nur Sparen wird zu wenig sein, Herr Sozialminister”
„Es gibt von uns keinen Einwand gegen notwendiges und gerechtes Sparen. Natürlich muss man auch über die Anhebung des faktischen Pensionsalters diskutieren, aber nur Sparen wird zu wenig sein”, gab der Vorsitzende des Österreichischen Landarbeiterkammertages Präs. Ing. Christian Mandl den Grundtenor der Beurteilung des geplanten Sparpakets im Rahmen der jüngsten ÖLAKT-Präsidiumssitzung am gestrigen Dienstag in St. Pölten wieder.
Vorschläge der Sozialpartner nicht umgesetzt
Kritik übten die ÖLAKT-Funktionäre vor allem daran, dass dem aktuellen Sparpaket jegliche arbeitsrechtlichen Maßnahmen fehlen, damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zukünftig länger im Berufsleben verbleiben: „Ich bin überzeugt davon, dass viele Arbeitnehmer durchaus bereit wären, länger zu arbeiten. Dazu fehlen aber weiterhin die notwendigen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen. Keiner der Vorschläge der Sozialpartner, die seit Monaten auf dem Tisch liegen, ist im aktuellen Sparpaket auch umgesetzt worden. Stattdessen bleiben als Fazit nur arbeitnehmerseitige Verschlechterungen im Pensionsbereich übrig”, bemängelte der Präsident der NÖ Landarbeiterkammer Vorsitzender-Stv. Ing. Andreas Freistetter. Zu den Empfehlungen der Sozialpartner gehören etwa ein verstärkter Kündigungsschutz für Arbeitnehmer ab einem gewissen Lebensalter oder das Recht des Arbeitnehmers auf Teilzeitarbeit.
Die wichtigsten Forderungen
„Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen würde man ältere Arbeitnehmer entlasten und dadurch erreichen, dass etliche viel eher bereit wären, länger berufstätig zu bleiben. Noch dazu wären die Kosten gering und in weiterer Folge auch die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt positiv, wenn durch Teilzeitarbeit für ältere Arbeitnehmer neue Jobs für die Jungen geschaffen werden”, so die Einschätzung des Präsidenten der Oberösterreichischen Landarbeiterkammer Vorsitzender-Stv. Eugen Preg.

Das ÖLAKT-Präsidium (v.l. Vorsitzender-Stv. Präs. Eugen Preg, Vorsitzender-Stv. Präs. Ing. Andreas Freistetter und Vorsitzender Präs. Ing. Christian Mandl) nahm das geplante Sparpaket unter die Lupe.
Die ÖLAKT zu Gast bei BM Berlakovich
Im Rahmen des Vorsprachetermins am 3. Feber 2012 bei BM Berlakovich wies Vorsitzender-Stellvertreter Präsident Eugen Preg auf die Wichtigkeit einer guten und effizienten Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmer hin. Gerade Ausbildungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass im land- und forstwirtschaftlichen Bereich die schwere Konjunkturkrisen annähernd gut bewältigt werden können. Deshalb ist es für die Zukunft von großer Bedeutung, dass auch Bildungsmittel vom Bund für die unselbständig in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigen Dienstnehmer zur Verfügung stehen.
Die Beschäftigten im land- und forstwirtschaftliche Bereich werden kontinuierlich mehr, weshalb auch bei den Sparmaßnahmen in der Land- und Forstwirtschaft mit Augenmaß gehandelt werden muss, denn nur gesunde Betriebe auf Dienstgeberseite garantieren, dass auch die Arbeitsplätze im ländlichen Raum erhalten bleiben bzw. neue geschaffen werden.
BM Berlakovich erklärte, dass es ihm bewusst sei, wie wichtig eine effiziente Aus- und Weiterbildung ist, und er im Rahmen seiner Möglichkeiten dies auch unterstützen wird. Weiters erklärte er, dass in Zukunft gespart werden muss, aber er sich dafür einsetzen wird, dass die Belastungen nicht von einer Gruppe getragen werden müssen und Arbeitsplätze im ländlichen Raum durch überzogene Forderungen vernichtet werden.
ÖLAKT-Generalsekretär Mag. Walter Medosch und Vorsitzender-Stellvertreter Präsident Eugen Preg zu Gast bei Bundesminister DI Nikolaus Berlakovich.
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