LAK Aktuell

Landarbeiterkammer Salzburg hat neuen Präsidenten

Lungauer Forstfacharbeiter Johann König einstimmig gewählt

Die Salzburger Landarbeiterkammer hat einen neuen Präsidenten: Johann König, Forstfacharbeiter, Kammerrat und seit Jänner 2019 auch Obmann des Salzburger Land- und Forstarbeiterbundes, wurde bei der 140. Vollversammlung der Landarbeiterkammer am 26.4.2019 in Anwesenheit von Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landesrat Josef Schwaiger einstimmig gewählt. Er folgt auf Thomas Zanner, der nach 14 Jahren sein Amt auf eigenen Wunsch zurückgelegt hat.

Johann König wurde 1969 in Tamsweg geboren, absolvierte ab 1984 erfolgreich die Lehre zum Forstfacharbeiter und ist seither bei den Österreichischen Bundesforsten im Lungau tätig. Bereits im Jahr 1990 wurde er zum Betriebsratsobmann gewählt. In der gesetzlichen Interessenvertretung ist Johann König seit der LAK-Wahl 2000 als Kammerrat tätig.

 

 

 

 

 

 

Kärntner Vollversammlung tagt in der WHG

 

Klimawandel und Raumordnung

 

·       Vorsitzender Freistetter sieht neue Chancen für land- und forstwirtschaftliche Berufe

·       Landesrat Gruber: „Klimafit bedeutet zukunftsfit“

·       Präsident Sucher: „Bauen am Land muss weiterhin möglich sein“

·       Rechnungsabschluss und Jahresbericht 2018 angenommen

 

Die Vollversammlung der Kärntner Landarbeiterkammer war am 10. Mai zu Gast bei der „UNSER LAGERHAUS“ Warenhandels Ges.m.b.H am Klagenfurter Südring. Die beiden Geschäftsführer DI Arthur Schifferl und DI Peter Messner führten durch das Haus, skizzierten in trefflichen Worten ihr Unternehmen und bedankten sich auch für die gute Zusammenarbeit mit der Landarbeiterkammer.

 

Die Referate des Vorsitzenden des Österreichischen Landarbeiterkammertages Ing. Andreas Freistetter und des Kärntner Agrarlandesrates Martin Gruber standen im Fokus des Interesses der Mitglieder der Vollversammlung.

 

Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft, insbesondere auch auf die Arbeitsplätze ebendort, standen im Mittelpunkt der Ausführungen von Freistetter und Gruber. Beide sprachen von einer außerordentlichen Herausforderung, die nur von den bäuerlichen Betriebsführern gemeinsam mit ihren Dienstnehmern zu meistern sein wird. Zweiter Schwerpunkt war die Raumordnung. Hier erwartet man in Kärnten ein grundlegend neues Gesetz und es gibt Befürchtungen, dass damit das Bauen am Land erschwert werden könnte. Besonders Präsident Ing. Harald Sucher nahm sich dieses Themas an. Landesrat Martin Gruber beschwichtigte, dass es noch keine konkrete, zu diskutierende Gesetzesvorlage gebe und versprach der Vollversammlung ein besonderes Augenmerk darauf zu richten, dass auch im ländlichen Raum noch Entwicklungen möglich sein werden. Mit der Annahme des Rechnungsabschlusses 2018, der eine solide schwarze Null erbrachte und der Kenntnisnahme des Jahresberichtes für das vergangene Jahr ging diese spannende Vollversammlung der Kärntner Landarbeiterkammer zu Ende.

 

Fotocredit: Büro LR Gruber

 

Alle Abteilungen der WHG wurden besucht und die 267 MitarbeiterInnen mit einer symbolischen Aufmerksamkeit bedacht.

V.l.n.r.: Kärntens LAK-Präsident Ing. Harald Sucher, sein Vizepräsident und ZBR-V der WHG Valentin Zirgoi, GF DI Arthur Schifferl, WHG-BR-V KR Gerald Lagler, LR Martin Gruber, WHG-Technik-Vertriebsleiter Josef Ebenberger, Vors. Ing. Andreas Freistetter und GF DI Peter Messner.

 

 

 

 

 

Der Vorstand des ÖLAKT tagte in Salzburg

 

 

Im Rahmen der Vorstandssitzung wurde eingehend das Thema „Schaffung einer bundesweiten Berufsjägerausbildung“ diskutiert. Man wird mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus in Kontakt treten um unter Führung des Ministeriums gemeinsam ein Berufsbild zu erarbeiten.

 

 

Intensiv wurde über das Gespräch mit BM Löger diskutiert, wo die geplante Steuerreform, der Familienbonus-Plus, die Antragstellung der Negativsteuer für Erntehelfer zur Sprache kam.

Breiten Raum nahm auch das Gespräch den Vertretern Bundesgemüsebauverband Österreich und des Bundesobstbauverband ein.

Weiters wurde der Vorstand über das Gespräch mit der GPA-Djp informiert.

Am Abend wurde Präsident Thomas Zanner, der in wenigen Tagen seine Funktion als Präsident der Salzburger Landarbeiterkammer zur Verfügung stellen wird, offiziell vom Vorstand verabschiedet.

 

 

Am zweiten Tag wurde in getrennten Sitzungen über Zukunftsprojekte beraten.

 

 

 

 

 

 

 

73. Vollversammlung des Tiroler Land- und Forstarbeiterbundes

 

Wiederwahl von Andreas Gleirscher zum Landesobmann

 

Landesobmann Präsident Andreas Gleirscher konnte zu der, am 25. März 2019 im Canisianum in Innsbruck, stattgefundenen 73. Vollversammlung des Tiroler Land- und Forstarbeiterbundes neben einer Reihe hochrangiger Ehrengäste (darunter Landeshauptmann-Stellvertreter ÖR Josef Geisler, Landesrat Mag. Johannes Tratter, ÖAAB-Obmann NR August Wöginger und LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger) mehr als 200 Ortsvertrauensleute, Kammerräte, Betriebsräte der land- und forstwirtschaftlichen Dienstnehmer Tirols und sonstige Mitglieder aus allen Landesteilen begrüßen.

 

Landessekretär Dr. Günter Mösl gab einen kurzen Tätigkeitsbericht und ging auch auf das in der abgelaufenen, sechsjährigen Funktionsperiode Erreichte ein.

 

Die Aufgaben des Tiroler Land- und Forstarbeiterbundes bestehen darin, die Mitglieder und somit die Lehrlinge, Dienstnehmer und Pensionisten der Land- und Forstwirtschaft auf allen Ebenen bestmöglich zu vertreten. Dazu gehören insbesondere der Abschluss von Kollektivverträgen, die Beratung, Vertretung, Information und Förderung der Mitglieder.

 

Den Höhepunkt der diesjährigen Versammlung des Tiroler Land- und Forstarbeiterbundes bildeten neben einem Festreferat von ÖAAB-Obmann NR August Wöginger, die statutengemäßen Neuwahlen des Landesobmannes, seiner zwei Stellvertreter und der weiteren Vorstandsmitglieder.

 

Die vorangegangenen Wahlen von annähernd 300 Funktionärinnen und Funktionären auf Orts- und Bezirksebene bildeten die Grundlage für die diesjährige Vollversammlung, bei der der bisherige Landesobmann Andreas Gleirscher in einer geheimen Wahl mit 99 % der abgegebenen Stimmen in seiner Funktion bestätigt wurde.

 

Auch die beiden Stellvertreter Martin Ennemoser und Pepi Stock wurden wiedergewählt.

 

Neu in den Vorstand gewählt wurden Ing. Verena Unterkircher, LK-Bedienstete und Ing. Manuel Pichler, Förster, welche mit Veronika Stafler, Lagerhausmitarbeiterin, diesen komplettieren.

 

Bei der diesjährigen Vollversammlung wurde der organisatorische Rahmen für die zukünftige Arbeit geschaffen, um neue Impulse für die annähernd 5.500 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer in der Land- und Forstwirtschaft zu setzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ÖLAKT zu Gast bei Finanzminister Löger

 

Im Gespräch mit Finanzminister Hartwig Löger ging es um die geplante Steuerreform und die Möglichkeit eines vorzeitigen Steuerausgleichs für kurzfristig Beschäftigte.

 

Zu den Hauptaufgaben einer Interessenvertretung gehört es, die Anliegen ihrer Mitglieder bei den entsprechenden Entscheidungsträgern auf politischer Ebene zu deponieren.

Diese Rolle nahm der ÖLAKT mit einem Besuch bei Finanzminister Hartwig Löger wahr. Im Fokus stand bei den Gesprächen natürlich die Situation der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft. Löger sprach dabei nicht nur die bereits beschlossene und ab 2020 wirksame Senkung der Krankenversicherungsbeiträge, von der vor allem Gering-verdiener profitieren, sondern auch die geplante Tarifentlastung 2021 und 2022 an.

Der ÖLAKT berichtete über viele positive Rückmeldungen von Mitgliedern, die seit Jänner vom neuen Familienbonus Plus profitieren, sprach zugleich aber auch die Weigerung einzelner Arbeitgeber an, den Familienbonus gleich bei der Lohnverrechnung im Betrieb zu berücksichtigen. Von Löger kam dazu die klare Botschaft, dass eine solche Ablehnung nicht zulässig ist.

Angeregt wurde vom ÖLAKT auch die Möglichkeit eines vorzeitigen Steuerausgleichs für kurzfristig Beschäftigte. So könnten etwa Erntehelfer sofort nach Ende ihrer Beschäftigung eine Arbeitnehmerveranlagung durchführen und aktuelle finanzielle Nachteile gegenüber einer Beschäftigung in Deutschland auf Anhieb ausgeglichen werden.

 

 

 

 

 

 

 

Der traditionelle Gedankenaustausch

zwischen dem Vorstand der Österreichischen Bundesforste-AG (ÖBf-AG) und dem Österreichischen Landarbeiterkammertag (ÖLAKT) fand heuer wieder statt.

 

Der traditionelle Gedankenaustausch zwischen dem Vorstand der Österreichischen Bundesforste-AG (ÖBf-AG) und dem Vorstand des Österreichischen Landarbeiterkammertages (ÖLAKT) fand gemeinsam mit den Zentralbetriebsräten der ÖBf-AG in Wien statt.

Vorstand Mag. Georg Schöppl nahm als Vertreter der ÖBf-AG an diesem Treffen teil und informierte den Vorstand dabei über die geplanten Aktivitäten im Unternehmen.

Ein Schwerpunkt ist die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes. Durch den Klimawandel ist es eine große Herausforderung die Waldbauaufgaben zu erfüllen. Um Schäden gering zu halten wird auch die Jagd effizienter betrieben werden. Es wurden bereits Berufsjäger aufgenommen, die das Konzept der Waldbewirtschaftung umsetzen.

Angesprochen wurde auch die Entwicklung des Personalstandes, speziell im Arbeiterbereich. Die ÖBf-AG möchte den Beschäftigtenstand bei den Arbeitern halten und ist bemüht, diese auch durchgehend zu beschäftigen. Es ist notwendig mehr Lehrlinge auszubilden um auch in Zukunft die dringend genötigten Fachkräfte zur Verfügung zu haben.

ÖLAKT-Vorsitzender Präsident Ing Andreas Freistetter bedankte sich abschließend für das offene Gespräch und versicherte, dass die Landarbeiterkammern auch in Zukunft den Dialog mit der Unternehmensleitung pflegen werden und auch bereit sind ihre Mitarbeit bei guten Strategien anzubieten.

 

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Besuch des Vorstandes auf der Wintertagung des Ökosozialen Forums

 

Die Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Eine Veränderung, die bis heute anhält. Auch die Beschäftigung von unselbstständig Erwerbstätigen unterliegt diesem Wandel. Um mit den Sozialpartner im Gespräch zu bleiben, besuchte der Vorstand die Eröffnungsveranstaltung der Wintertagung.

 

 

 

 

Wer ernährt heute - wer ernährt morgen die Welt? Wer verzehrt heute - wer verzehrt morgen die Welt? Und wer erklärt - gerade im digitalen, globalen Zeitalter - die Welt? Diesen Fragen wurde im Rahmen des Eröffnungstags auf den Grund gegangen. Von verschiedenen ExpertInnen wurden die unterschiedlichen Themen vorgetragen. Auch welche Rolle die Agrarpolitik dabei spielt, wurde von hochkarätige VertreterInnen der österreichischen, aber auch der Schweizer und der EU-Agrarpolitik aufzeigt.

 

Der Vorstand des ÖLAKT auf der Wintertagung

 

 

 

 

 

 

Vorstandssitzung in Wien

 

In der Sitzung wurden die Vorstandsmitglieder über den Stand der Verhandlungen betreffend Schaffung einer einheitlichen Berufsjägerausbildung. Es soll im März eine weitere Sitzung stattfinden wo eine Entscheidung getroffen werden muss über die weitere Vorgangsweise..

 

Diskutiert wurde über die Umsetzung der Verschiebung des LAG in den Art. 11 der Bundesverfassung. Es muss bis Ende 2019 ein einheitlicher Gesetzestext ausgearbeitet werden.

 

 

Auch wurde der Vorstand über den Stand der Sozialpartnerverhandlungen mit der LK Ö informiert.

 

Angesprochen wurde auch die geplante Steuerreform. Hier muss man sehr achtsam sein, damit für die Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft keine Nachteile erwachsen.

 

In den Berichten aus den Bundesländern wurden alle Vorstandsmitglieder über die umfassenden Aktivitäten genau informiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dialog des Vorstandes mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund

 

Da immer wieder auf die besseren finanziellen Arbeitsbedingungen und die unfaire Wettbewerbssituation für Erntehelfer in Deutschland in Sozialpartnergesprächen hingewiesen wird, hat der Vorstand des ÖLAKT sich direkt in einem Gespräch bei einem Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Herrn Johannes Jakob, informiert. Intensiv wurde über die Probleme der Beschäftigten diskutiert und man kam überein gemeinsam über Lösungsansätze zu suchen.

 

 

Der ÖLAKT nützte auch die Gelegenheit intensive Arbeitsgespräche gepaart mit höchstem Genuss zu führen.

Am Vorabend zur Grüne Woche in Berlin, am Empfang der AMA suchte der Vorstand das Gespräch mit den Repräsentanten aus Österreich.

 

 

Auf der Messe waren Vertreter aus Politik und Wirtschaft anwesend, aber auch die Sozialpartner vertreten. In vielen Einzelgesprächen sowie bei den Besuchen auf den jeweiligen Messeständen wurde ein Überblick über die Aktivitäten der einzelnen Länder und Branchen gewonnen. Wie sehr die österreichische Qualität im Ausland geschätzt wird, sah man daran, dass die „Österreicherhalle“ hervorragend besucht war.

 

Fotocredit: BMNT/Paul Gruber

 

Am BayWa Abend konnten auch Kontakte zu den Deutschen Politikern und Arbeitsgebern geknüpft werden.

Generell lobten sowohl Politik als auch Sozialpartner die hervorragende Arbeit der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft und dass jeder einzelne Genussbotschafter im Ausland ist.

 

Der Vorstand des ÖLAKT mit Frau BM für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner, Vorstandsvorsitzender der BayWa Prof. Klaus Josef Lutz, Vorsitzender des Aufsichtsrats BayWa Dipl. Ing. Manfred Nüssel, Vorsitzender des Aufsichtsrates RWA Ök.Rat Dipl.Ing. Dr. Johann Lang, Finanzvorstand der BayWa Andreas Helber, in Vertretung von Generaldirektor Dipl.Ing. Reinhard Wolf, Mag. Helmut Raunig, Bauernbundpräsident Abg.z.NR Dipl.Ing. Georg Strasser.

 

 

 

 

 

 

Offener Brief an den Bundesvorsitzenden der PRO-GE
NR Rainer Wimmer

 

 

Sehr geehrter Herr Vorsitzender!

 

 

 

Bereits im Jahre 1998 (siehe BGBl 101/1998 vom 23. Juli 1998), somit vor fast 20 Jahren, wurden auf Initiative der damaligen SPÖ-Sozialministerin und ehemaligen AK-Präsidentin Eleonore Hostasch und des SPÖ-Bundeskanzlers Viktor Klima die heute in Geltung stehenden Arbeitsspitzenregelungen, nämlich der 12-Stundentag, für Erntehelfer sogar bis zu 14 Stunden bei besonderen Konstellationen, ohne nähere Definition von Arbeitsspitzen und ohne Möglichkeit der Ablehnung aus persönlichen Gründen und ohne Freiwilligkeit beschlossen.

 

Im Zuge der nunmehrigen Diskussion der Arbeitszeitflexibilisierung haben die Landwirtschaftskammer und Landarbeiterkammer erstmals Arbeitsspitzen näher definiert, eine absolute Obergrenze von 12 Stunden festgelegt und persönliche Ablehnungsgründe geschaffen. Unter Arbeitsspitzen versteht man nunmehr einen erhöhten Arbeitsbedarf aufgrund besonderer Umstände und können diese als Überstunden abgelehnt werden, wenn berücksichtigungswürdige Umstände des Dienstnehmers entgegenstehen.

 

Die Gewerkschaft PRO-GE bzw. deren Vorgängergewerkschaft, die damals der gesamten Regelung ohne Wenn und Aber zugestimmt hat, versucht nunmehr mit allen Mitteln die Landarbeiter in parteipolitische Geiselhaft zu nehmen und die Landarbeiterkammern seit dem Sommer medial anzupatzen. Offensichtlich deshalb, weil sie ein Jahr lang nicht in der Lage waren, vernünftige Regelungen mit der Arbeitgeberseite im Gewerbe auszuverhandeln. Stattdessen wurden absurde Behauptungen aufgestellt, wonach die Landarbeiterkammern mit dem neuen Gesetz das Urlaubs- und Weihnachtsgeld abschaffen und einen unbegrenzten 12 Stunden-Tag einführen wollen. Was will die Gewerkschaft mit derartigen Unterstellungen bezwecken? Seriöse Mitgliederinformation, wie sie zu diesem Thema eigentlich angebracht wäre, sieht unserer Ansicht nach jedenfalls anders aus. Das Bestreben der Gewerkschaft geht nun schon so weit, dass sie verlangt in der Bundesverfassung zu verankern, dass nur sie Kollektivverträge abschließen dürfe.

 

Die Präsidenten der Landarbeiterkammern verwahren sich aus diesem Grund ausdrücklich gegen alle unwürdigen, ausschließlich parteipolitisch motivierten Angriffe und Unterstellungen in den Medien und fordern alle Gewerkschaftsrepräsentanten auf, ihre wenn auch überschaubare Anzahl von Mitgliedern im land- und forstwirtschaftlichen Bereich konstruktiv zu vertreten und anstelle von Parteipolitik gemeinsam Interessenvertretung mit den Landarbeiterkammern zum Wohle der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu betreiben.

 

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaft und Landarbeiterkammern ist nur möglich, wenn diese von gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägt ist, was am
21. September 2018 in einem langen, klärenden und konstruktiven Meinungsaustausch ausdrücklich vereinbart wurde, aber von der PRO-GE offensichtlich nicht ernst gemeint war.

 

Mit freundlichen Grüßen!

 

 

 

 

 

 

 

Zu Gast beim höchsten Repräsentanten des Staates Österreichs!

Diese besondere Ehre wurde Ende November dem Präsidium des Österreichischen Landarbeiterkammertages zu teil.

Im Leopoldinischen Trakt der Hofburg, wo einst Österreichs Herrscher residierten, wurden die ÖLAKT-Vertreter von Bundespräsident Alexander Van der Bellen empfangen. Im Gespräch informierten Vorsitzender Andreas Freistetter und sein Stellvertreter Eugen Preg den Bundespräsidenten über die umfangreichen Tätigkeitsfelder der Landarbeiterkammern, ihrer Stellung im Bereich der Sozialpartnerschaft und die bundesweit kontinuierlich steigende Anzahl an unselbständig Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft.

 

 

Angesprochen wurden auch aktuelle politische Themen, wie die geplante Bundesverfassungsreform, die Novelle des Landarbeitsgesetzes und die ab Jänner 2019 in Kraft tretende Indexierung der Familienbeihilfe für im Ausland lebende Kinder. Bundespräsident Alexander Van der Bellen zeigte sich sehr interessiert, fand er vor allem für das Engagement zum Erhalt von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum und die vielfältigen Weiterbildungsangebote der Landarbeiterkammern anerkennende Worte.

 

 

 

 

 

 

Köstinger: Erfolg durch zukunftsorientierte Ausbildung

Auszeichnung an beste Lehrlinge in Land- und Forstwirtschaft verliehen.

 

Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat am Montag, den 12. November gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Österreichischen Landarbeiterkammertages, Präsident Andreas Freistetter, die besten Lehrlinge Österreichs im Bereich der Land- und Forstwirtschaft ausgezeichnet. „Vitale ländliche Räume brauchen ein innovatives Bildungsangebot. Gut ausgebildete junge Menschen sind das Fundament einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Entwicklung. Die Jugend von heute gestaltet die österreichische Land- und Forstwirtschaft von morgen“, betonte Bundesministerin Köstinger.

 

Fotocredit: BMNT/Paul Gruber

 

Auch Andreas Freistetter sieht die Erfolge der Lehrlinge als Bestätigung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des land- und forstwirtschaftlichen Bildungssystems: „Die Lehrlinge beweisen großes Engagement und bestätigen mit ihrer Leistung auch die hohe Qualität der Ausbildung. Ein besonderer Dank gilt dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit.“

 

Hohe Qualität des land- und forstwirtschaftlichen Bildungssystems

 

Insgesamt wurden 41 Lehrlinge prämiert, die ihre Facharbeiterprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden haben. Sie stehen stellvertretend für die hohe Qualität des land- und forstwirtschaftlichen Bildungssystems in Österreich. Insgesamt wurden im Jahr 2018 rund 6.160 Facharbeiterabschlüsse in der Land- und Forstwirtschaft erfolgreich abgelegt. Davon werden derzeit pro Jahr rund 800 Lehrlinge gezählt, die aktuell ihre mehrjährige Lehr- und Ausbildungszeit absolvieren (drei Jahre Lehrzeit in Fremd- oder Heimbetrieben).

 

Fotocredit: BMNT/Paul Gruber

 

Neben den Lehrlingen wurden im Zuge der Veranstaltung auch die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Forstarbeiter-Weltmeisterschaft im norwegischen Lillehammer geehrt. Mit Schnelligkeit und Geschick sicherten sie sich neun Medaillen.  Dieser Erfolg unterstreicht für Bundesministerin Köstinger und Präsident Freistetter das hohe Niveau des forstlichen Ausbildungssystems in Österreich.

 

Fotocredit: BMNT/Paul Gruber

 

 

 

 

 

 

Vorstandssitzung in Wien

 

In der Lehrlingsehrungsfeier vorgelagerten Sitzung des ÖLAKT wurden die Vorstandsmitglieder über die verschiedensten Aktivitäten in den einzelnen Gremien informiert. Intensiv wurde über den Stand der Verhandlungen betreffend Kompetenzverschiebung Art. 11 neu und Änderung Art. 10 diskutiert. Für den ÖLAKT ist eine Kompetenzverschiebung nur mit einer Neudefinition des land- und forstwirtschaftlichen Gebietes vorstellbar.

 

Breiten Raum nahm auch die bevorstehende Novelle zum Landarbeitsgesetz ein. Diese Novelle enthält sowohl für Dienstnehmer als auch für Dienstgeber dringend notwendige Neuerungen.

 

Die Termine des Vorstandes des ÖLAKT für 2019 wurden festgelegt.

 

 

 

 

 

ÖLAKT-Spitze besuchte Familienministerin

 

„Gerade als Arbeitnehmervertretung ist die Familienpolitik für uns ein wichtiges Themenfeld“, betonte ÖLAKT-Vorsitzender Andreas Freistetter im Zuge des Treffens mit Familienministerin Juliane Bogner-Strauß.

Gesprochen wurde u.a. über den neuen Familienbonus Plus für Beschäftigte mit Kindern, die Vereinbarkeit von Familie & Beruf, die beschlossene Indexierung der Familienbeihilfe für im Ausland lebende Kinder sowie Strategien zur Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt.

Betreffend der nach wie vor auseinander klaffenden Einkommensschere zwischen Mann und Frau bekräftigte das ÖLAKT-Präsidium sein Eintreten für eine gesetzliche Verankerung der Anrechnung von Karenzzeiten, das natürlich auch von Bogner-Strauß sehr begrüßt wird.

 

 

 

 

 

 

 

Zu Gast bei Präsident Dr. Harald Mahrer

 

Vorsitzender des Österreichischen Landarbeiterkammertages Präsident Ing. Andreas Freistetter und Generalsekretär Mag. Walter Medosch sprachen bei Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Harald Mahrer vor, um ihm ein genaues Bild über die Anliegen der Arbeitnehmer im ländlichen Raum zu geben.

 

Eingangs brachte Vorsitzender Präsident Ing. Andreas Freistetter die dringende Notwendigkeit einer Novelle zum Landarbeitsgesetz vor. Sollte die Novelle zum Landarbeitsgesetz nicht umzusetzen werden, würde sich dies für Dienstnehmer aber auch für die Dienstgeber nachteilig auswirken. Auch über eine  Reform der Bundesverfassung und eine Neudefinition des land- und forstwirtschaftlichen Gebiets wurde eingehend diskutiert.

 

Präsident Dr. Harald Mahrer sagte zu, die Anliegen des Österreichischen Landarbeiterkammertages bei zukünftigen Verhandlungen im Auge zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Die Land- und Forstwirtschaft braucht mehr Fachkräfte“

Die Auswirkungen des Klimawandels führten in der Land- und Forstwirtschaft speziell im heurigen Jahr zu enormen Schäden. Im Beisein von Oberösterreichs Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer diskutierte der Österreichische Landarbeiterkammertag (ÖLAKT) im Rahmen seiner Vollversammlung in Linz über die Herausforderungen für Betriebe und Arbeitnehmer.

 

 

Rüsselkäfer, Borkenkäfer, Dürreschäden! Die Land- und Forstwirtschaft erlebt ein schwieriges Jahr mit Ernteausfällen und enormen Einbußen. „Die veränderten Umweltbedingungen stellen die Betriebe, aber natürlich auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor schwierige Aufgaben. Wir sehen an unseren steigenden Mitgliederzahlen in den Bundesländern, dass neue Jobs entstanden sind und hören bei Betriebsbesuchen, dass weiterer Bedarf besteht. Um die Herausforderungen zu bewältigen, die der Klimawandel mit sich bringt, ist es aus unserer Sicht jedoch dringend notwendig, dass die Betriebe zukünftig mehr als bisher auf qualifizierte, verlässliche Fachkräfte setzen und auch die Bereitschaft mitbringen, ihr Personal entsprechend auszubilden“, betont Niederösterreichs LAK-Präsident und ÖLAKT-Vorsitzender Ing. Andreas Freistetter.

Speziell in der Forstbranche ist aus Sicht des ÖLAKT ein rasches Umdenken notwendig. „Viele Betriebe, leider auch ein Vorzeigebetrieb wie die Österreichischen Bundesforste, haben in den letzten Jahren Fachpersonal abgebaut und ihre Holzerntetätigkeiten an externe Schlägerungsunternehmen vergeben, die überwiegend ausländische und oft unzureichend ausgebildete Arbeiter beschäftigen. Jetzt, wo durch den extremen Borkenkäferbefall dringender Handlungsbedarf in ihren Wäldern gegeben ist, sind ihnen die Hände gebunden. Die Aufstockung des Saisonarbeiterkontingents mag zwar kurzfristig helfen, wirklich verbessert werden kann die Lage aber nur dadurch, dass in unseren Wäldern wieder mehr heimische Fachkräfte nach dem Rechten sehen“, sieht Oberösterreichs LAK-Präsident Eugen Preg die Betriebe in der Pflicht.

 

 

Vehement unterstützt werden seitens der Landarbeiterkammern deshalb auch neue Lehrlingsoffensiven, wie zuletzt etwa in Niederösterreich. „Unsere landwirtschaftlichen Betriebe werden immer größer. Immer mehr Land- und Forstwirte sind in den letzten Jahren zu Dienstgebern geworden. Was spricht dagegen, dass sie nun auch vermehrt zu Ausbildnern werden und sich ihre zukünftigen Fachkräfte gleich selber im Betrieb ausbilden“, sieht Tirols LAK-Präsident Andreas Gleirscher einen Lösungsansatz für den viel zitierten Facharbeitermangel. Als Ausbildungsstätten plädiert der ÖLAKT-Vorstand je nach Arbeitskräftebedarf in den Regionen für die landwirtschaftlichen Fachschulen.

 

ÖLAKT: Karenz wie Arbeitszeit bewerten

Aufgegriffen wurde vom ÖLAKT im Rahmen der Vollversammlung in Linz auch das tagesaktuelle familienpolitische Thema der Anrechnung von Karenzzeiten für Gehaltsvorrückungen, Entgeltfortzahlungen, Kündigungsfristen und Urlaubsansprüche. ÖLAKT-Vorsitzender Andreas Freistetter verweist dabei auf die Vorreiterrolle der Land- und Forstwirtschaft. „Auch wenn es in unserer Branche gelungen ist, in mehreren Kollektivverträgen, wie etwa im KV für bäuerliche Dienstnehmer, eine Anrechnung von Karenzzeiten zu verankern, sprechen auch wir uns für eine gesetzliche Regelung aus. Ein gesetzlicher Anspruch hätte den Vorteil einer klaren und einheitlichen Bestimmung für alle Arbeitnehmerinnen und wäre ein wichtiges Signal, der Gründung von Familie zusätzliche Wertschätzung entgegenzubringen“, so Freistetter abschließend.