Wintertagung der Vollversammlung:

„Ein Handschlag und ein Blick in die Augen wird durch ein Mobilfunkgerät nicht zu ersetzen sein“.

  • Vollversammlung zu Gast auf der Messe
  • Jahresvoranschlag 2019 beschlossen
  • ÖBF-Betriebsratsvorsitzender in der VV angelobt

Auf Einladung der Klagenfurter Messe Betriebsgesellschaft mbH tagte die Vollversammlung knapp vor Weihnachten 2018 im Pressezentrum am Messegelände. Mag. Dr. Bernhard Erler, MBA, designierter Geschäftsführer der Klagenfurter Messen informierte die Mitglieder der Vollversammlung über Situation, Strategien und aktuelle Fragestellungen der Kärntner Messen.

So stehen auf einem mitten in der Stadt gelegenen 10 Hektar großen Areal ca. 30.000 m² Hallenflächen und ca. 1.500 Parkplätze zur Verfügung. Die Kärntner Messen erreichen jährlich rund 3.300 Direktaussteller und 350.000 Messebesucher und erwirtschaften mit 30 MitarbeiternInnen einen Umsatz von 8,4 Millionen Euro. Neben den Messen, die bis zu 70% des Geschäftsvolumens ausmachen, spielen auch die Parkplatzvermietung, die Zurverfügungstellung von Hallen für Gastveranstaltungen und insbesondere der in Klagenfurt fest verankerte Eissport eine große Rolle. Die Klagenfurter Messen seien im Süden Österreich und im Alpen-Adria-Raum unangefochten die Nummer Eins und nach den Standorten Wien, Salzburg und Wels die viertgrößte Messe Österreichs. Besonders wichtig ist es Dr. Erler sagen zu können, dass die Messe mit Ausnahme des Eissportes keine Subventionen benötige und gerade an einem völlig neuen Konzept für eine Lehrlingsmesse arbeite, die erstmals im Jänner 2019 durchgeführt werden wird. “Gute Facharbeiter sind das Rückgrat der Wirtschaft“, so rechtfertigt Dr. Erler dieses neue Pilotprojekt seines Arbeitgebers. Die Diversifikation des Messestandortes – so werden bis zu vierzehn Themen im Jahr bespielt – sei ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil des Standortes Klagenfurts. An Fach- und Publikumsmessen zählt er dann explizit auf: Agrarmesse, Häuslbauermesse, GAST/Intervino, Internationale Holzmesse/Holz & Bau, FREIZEIT/Auto & Bike, Herbstmesse/go green, Familien- und Brauchtumsmesse, Gesund Leben, gesund & glücklich. Weiters erzählt Dr. Erler von einer Kooperation mit einer Messe in Nagano/Japan, bei der es vor allem um Transfer von Forst-Know-how geht.

Was die Zukunft der Messen betrifft, ist der designierte Geschäftsführer des Klagenfurter Messestandortes vorsichtig optimistisch, denn auch in Zukunft werde „ein Handschlag und ein Blick in die Augen nicht durch ein Mobilfunkgerät zu ersetzen sein“. Auch in einer zunehmend digitalisierten Welt blieben Menschen „analoge“ und soziale Wesen und gerade Messen böten authentische Begegnungen von Mensch zu Mensch, so Dr. Erler resümierend. Abschließend stellt der noch stellvertretende Geschäftsführer fest, dass es Aufgabe der Zukunft sei das Kerngeschäft der Messen auf dem erreichten hohen Level zu halten und eine Expansion eher bei „Hybridveranstaltungen“ zu suchen wäre. Deshalb sei es auch angedacht, die bisherige Halle 5 zu einem Kongresszentrum auszubauen.

Aus dem umfangreichen Tätigkeitsbericht des Präsidenten Ing. Harald Sucher seien stellvertretend für dutzende andere Termine nur seine Teilnahme am Lagerhaustag, am Walderlebnistag, am Holzstraßenkirchtag, an der Eröffnung der Kärntner Holzmesse, an Meisterbriefverleihungen, an den Vollversammlungen des Kärntner Maschinenrings, der AK Kärnten und des Österreichischen Landarbeiterkammertages sowie ein Vier-Augen-Gespräch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz genannt.

Im Jahresvoranschlag für 2019 ist mit präliminierten Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von € 1.335.800 eine vorsichtige Steigerung um knapp 0,7 Prozent zu konstatieren. Zurückzuführen ist dies u.a. auf die Ausweitung des Weiterbildungsdarlehens auf Gesundheitsagenden. Es ist ausgesprochen befriedigend, wenn die in Beschlüssen endenden Überlegungen aller Mitglieder der Vollversammlung den „Nerv“ unserer Kunden treffen. Bei den Darlehen ist eine gegenläufige Tendenz beobachtbar. Neben dem schon angesprochenen Weiterbildungs- und Gesundheitsdarlehen boomt auch das Hausstandsdarlehen, während das Kammerdarlehen doch massiv rückläufig ist.

In der Vollversammlung erstattet der Obmann des Kontrollausschusses Herbert Twardon den positiven Kontrollbericht und wird zu Beginn der Vorsitzende des Angestellten-Betriebsrates der Forstverwaltung Kärnten-Lungau der ÖBF Ing. Stefan Bayer als Ersatzkammerrat angelobt. Neben ihm nehmen noch die Ersatzkammerräte Ing. Florian Ropatsch, Georg Granig und Heimo Hopfgartner in Vertretung von Vollversammlungsmitgliedern an dieser Sitzung teil.

Vor Beginn der Vollversammlung treffen sich die KammerräteInnen in Europas größtem Eboardmuseum und werden dort von dessen Leiter Gert Prix in die Geheimnisse der Tontechnik eingeführt.

Präsident Ing. Harald Sucher bedankt sich bei Messegeschäftsführer Mag. Dr. Bernhard Erler für Herberg und Vortrag.

Das Präsidium unter Aufsicht: V.l.n.r.: Präsident Ing. Harald Sucher, Erster Vizepräsident Alexander Rachoi, Zweiter Vizepräsident Valentin Zirgoi und die Vertreterin des Landes Kärnten MMag. Renate Scherling, MA.

Gert Prix –Museumsdirektor aus Leidenschaft.

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