Besuch des Bundesgemüsebauverbandes bei ÖLAK-Präsident Ing. Andreas Freistetter
Im Rahmen des Arbeitsgesprächs wurden aktuelle Herausforderungen des Obst- und Gemüsebaus erörtert. Im Mittelpunkt standen die weiterhin hohe Inflation und die damit verbundenen Veränderungen im Konsumverhalten sowie die Preisentwicklung bei Obst und Gemüse im Handel. Einigkeit bestand darüber, dass die Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung einen wichtigen Beitrag zu mehr Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten leisten und Arbeitsplätze sichern würde.
Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche betraf die Auswirkungen der neuen Hitzeschutzverordnung auf die Betriebe des Obst- und Gemüsebaus sowie die Gärtnereien. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die Anpassungen zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft notwendig waren. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die praktische Umsetzung einzelner Bestimmungen noch Herausforderungen mit sich bringt.
Intensiv diskutiert wurde zudem die Auslastung der Saisonarbeiterkontingente. Seitens des Bundesgemüsebauverbandes wurde die Forderung nach einer möglichen Überschreitung des Kontingents um 50 Prozent anstelle der derzeit zulässigen 30 Prozent vorgebracht.
ÖLAK-Präsident Ing. Andreas Freistetter betonte dazu die Bereitschaft zum weiteren Dialog: „Wir werden uns die genauen Zahlen der benötigten Kontingente in der Land- und Forstwirtschaft pro Bundesland im kommenden Herbst genau ansehen. Sollten eklatante Überschreitungen der Kontingente vorliegen, wird man sich zusammensetzen und darüber diskutieren. Wir sind bei entsprechendem Bedarf jederzeit gesprächsbereit.“
Der Besuch unterstrich die Bedeutung eines kontinuierlichen Austauschs zwischen Interessenvertretungen und Branchenvertretern, um aktuelle Herausforderungen in der Land- und Forstwirtschaft gemeinsam zu bewältigen und tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.

