Entgelttransparenz-Richtlinie: Bundesministerin Schumann lud zum Gespräch: ÖLAK wird Teil der Monitoringstelle
Wien (ÖLAK) — Die Österreichische Landarbeiterkammer (ÖLAK) wird Teil der Monitoringstelle zur Sicherstellung der Entgelttransparenz in der Land- und Forstwirtschaft. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, zu dem Bundesministerin Korinna Schumann Vizepräsident Alexander Rachoi am 3. Juni empfangen hat. Bei dem Treffen, an dem auch die Landwirtschaftskammer Österreich teilnahm, ging es um die nationale Umsetzung der EU-Entgelttransparenz-Richtlinie.
Bereits im Vorfeld hatten die Sozialpartner intensiv verhandelt — die Landarbeiterkammer war im Agrarbereich beteiligt. Ihre Position war von Beginn an klar: Die bestehenden Kollektivverträge müssen Grundlage der betrieblichen Lohnsysteme bleiben, und die ÖLAK muss in die Monitoringstelle eingebunden werden. Bundesministerin Schumann sicherte als langjährige Gewerkschafterin beides ausdrücklich zu.
„Die Kollektivverträge sind die Grundlage für den Wohlstand unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie schaffen faire und verlässliche Arbeitsbedingungen und bilden eine zentrale Säule des sozialen Friedens in Österreich. Wir werden international um dieses System beneidet — und es darf bei der Umsetzung der Entgelttransparenz nicht unterlaufen werden“, stellt Vizepräsident Alexander Rachoi klar.
„Mit der Aufnahme der ÖLAK in die Monitoringstelle ist sichergestellt, dass die Besonderheiten der land- und forstwirtschaftlichen Arbeitsverhältnisse von Anfang an mitgedacht werden. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Mitglieder“, so Rachoi weiter.

