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ÖLAKT-Vorstandssitzung im Zuge der Forsttagung 2022 in Taggenbrunn

Am 9.6.2022 fand in Taggenbrunn (Kärnten) die Forsttagung 2022 statt. Der Vorstand des Österreichischen Landarbeiterkammertages nahm an der Tagung teil und nutzte die Gelegenheit, um am Vortag eine Vorstandssitzung abzuhalten. 


Die wichtigsten Themen dieser Vorstandssitzung waren das land- und forstwirtschaftliche Berufsausbildungsgesetz (LF-BAG), die großen Arbeitgeberzusammenschlüsse, die Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte und natürlich die Teuerung.
ÖLAKT-Vorsitzender Präsident Ing. Andreas Freistetter berichtete zunächst über den aktuellen Stand betreffend die Fortschritte beim LF-BAG. Demnach fanden mit den zuständigen Beamten des Ministeriums Gespräche statt, um Detailfragen zu klären und das Projekt voranzutreiben. Ende Juni wird es ein Treffen mit Bundesminister Mag. Norbert Totschnig geben. Hauptgegenstand dieses Termins wird der künftige Abschluss des LF-BAG sein.

Die großen Arbeitgeberzusammenschüsse waren der nächste Tagesordnungspunkt der Vorstandssitzung. Der ÖLAKT setzt sich schon seit Monaten für eine Erweiterung der Kompetenzen von Arbeitgeberzusammenschlüssen ein, um dem Arbeitskräftemangel mit einem wirksamen Instrumentarium entgegenzutreten. Ziel ist es, auch Genossenschaften Teil von Arbeitgeberzusammenschlüssen zu machen, um Skalierungseffekte wirksam nutzen zu können. Der Vorsitzende Ing. Andreas Freistetter erörterte die weitere Vorgehensweise und das hierfür Gespräche mit den beteiligten Stakeholdern geführt werden.
Die Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte wurde schon in den Medien flächendeckend präsentiert. Gerade für die Land- und Forstwirtschaft wurde mit der neuen Stammmitarbeiterregelung eine Entlastung bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer*innen geschaffen. Laut Präsident Ing. Andreas Freistetter wird die Reform kurzfristig jedenfalls zu einer Entspannung am Arbeitsmarkt führen. Das zeigt sich schon alleine dadurch, dass das Drittstaatenkontigent bislang nicht ausgenutzt wurde.

Die Teuerung macht auch vor den Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft nicht halt. Deshalb beriet sich der Vorstand des ÖLAKT über zukünftige Maßnahmen und Forderungen, um unsere Mitglieder zu entlasten und zu unterstützen. Schnell einigte man sich auf einige Möglichkeiten. Unter anderem soll das Kilometergeld erhöht werden, welches das letzte Mal 2005 angepasst wurde.
Sehr interessant fielen die Berichte der jeweiligen Landarbeiterkammern der Länder aus. Hier wurden vor allem Projekte, Entwicklungen und Aktivitäten der jeweiligen Region vorgestellt und erörtert.
 

V.l.: Tirols Präsident Andreas Gleirscher, Vorsitzender Andreas Freistetter und Generalsekretär-Stv. Fabian Schaup.