Österreichischer Landarbeiterkammertag zu Besuch im Bundeskanzleramt
Die Diskussion konzentrierte sich auf aktuelle Herausforderungen, die insbesondere für die Beschäftigten in den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben von Bedeutung sind.
Ein zentrales Thema war der Missbrauch des deutschen Modells der kurzfristigen Beschäftigung. Deutsche Betriebe wenden dieses Modell oftmals rechtswidrig an und verstoßen damit gegen Unionsrecht. Gegen diese Praxis muss auf europäischer Ebene vorgegangen werden.
In diesen Zusammenhang wurde auch über den neuen Mindestlohn in Deutschland diskutiert, der in der nahen Zukunft auf EUR 14,60,- pro Stunde steigen wird.
Darüber hinaus standen die stark gestiegenen Energiepreise im Diskussionsfokus. Sie belasten nicht nur die Betriebe selbst, sondern wirken sich auch auf die Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Branche aus. Präsident Freistetter unterstrich, dass hier tragfähige Lösungen gefunden werden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Arbeitsplätze zu sichern.
Auch die Bedeutung der Lohnnebenkosten und das Funktionieren des Sozialsystems wurden debattiert. Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass eine Absicherung der Beschäftigten für die Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist.

